Was bedeutet „Nachdunklung"?
Jede LED verliert über ihre Lebensdauer einen kleinen Anteil ihrer ursprünglichen Helligkeit – das ist physikalisch unvermeidlich. Hersteller geben üblicherweise einen L70-Wert an: jenen Betriebspunkt (in Stunden), an dem die LED noch 70 % ihrer Ausgangshelligkeit liefert. Bei professionellen Outdoor-LEDs liegt dieser Wert bei 50.000 bis 100.000 Stunden – das entspricht rund 11 bis 22 Jahren bei zwölfstündigem Tagesbetrieb.
Warum dunkelt eine LED nach?
Die Hauptursachen sind Hitze, UV-Strahlung und Stromdichte. Je heißer eine LED im Betrieb wird und je stärker sie befeuert wird, desto schneller altert der Halbleiter. Genau deshalb ist die Wärmeableitung ein zentrales Designkriterium professioneller LED-Walls: gut belüftete Cabinets, hochwertige Aluminium-Chassis und intelligente Helligkeitssteuerung verlängern die Lebensdauer erheblich.
So bleibt Ihre Wand lange hell
- Helligkeit dem Umfeld anpassen – die meisten Anlagen werden mit einer Reserve betrieben, die nur in der direkten Mittagssonne voll abgerufen wird. Ein Helligkeitssensor reduziert nachts automatisch und schont die Dioden.
- Hochwertige Chips wählen – siehe auch LED-Chip-Hersteller und Gold-Wire-Bonding. Markenchips dunkeln deutlich langsamer nach.
- Regelmäßige Wartung – dazu mehr unter Wartung & Garantie.
- Module bei Bedarf nachkalibrieren – bei großen Wänden gleichen wir nach mehreren Jahren die einzelnen Cabinets per Software wieder aufeinander an, sodass Unterschiede nicht sichtbar werden.
Was heißt das für die Planung?
Wir planen unsere Anlagen so, dass die geforderte Helligkeit auch nach Jahren noch im Standardbetrieb erreicht wird – nicht erst im Maximum. Eine Wand, die direkt nach dem Aufbau auf 100 % laufen muss, ist falsch dimensioniert. Eine professionell ausgelegte WALED-Wand läuft in der Regel zwischen 50 und 75 % – mit reichlich Reserve nach oben.




















